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Magazin

FEHLFARBEN – XENOPHONIE

Mit „Xenophonie“ landen die Fehlfarben wieder einmal einen echten Coup. Schon immer überzeugten die Fehlfarben mit so schrecklich wahren Texten und passendem Sound. Nun wird mir auch noch vom Label ein enorm genialer Pressetext zur Verfügung gestellt, den zu übertreffen mir nicht vergönnt ist.

So lest also die Worte von Jan Müller (Tocotronic): „Als mich vor zwei Tagen mein alter Freund Carsten Friedrichs, der mittlerweile bei Tapete Records in Lohn und Brot steht, anrief und mich fragte, ob ich Lust hätte, ein paar Worte zum neuen Album der Fehlfarben zu verfassen, sagte ich ohne eine Sekunde zu zögern zu.

Eine Ehre, selbstverständlich. Meine letzte Begegnung mit den Fehlfarben liegt zwei Jahre zurück. Ich durfte sie live bei einem Festival erleben und war von ihrem eigenen, spezifischen Auftreten begeistert. Inmitten all der zwischen Publikumsanimationen und eitel zur Schau getragenen Pseudo-Verrücktheiten oszillierender Musiksoße eines Festivalsommers waren sie so angenehm, so anders, so eigen und emanzipiert.

Das neue Album Xenophonie klingt ungemein frisch. Beim Opener “Dekade 2″ haut den Hörer zunächst ein Wahnsinns-Riff um; kurze Zeit später erklingt Peter Heins Stimme mit eben jenem unschwer wiedererkennbaren Ausdruck, diesem Gesang, den nur er beherrscht: dringlich-konkret und doch voller Poesie und Melancholie. Dieser Mann ist vermutlich gar nicht in der Lage, banal oder belanglos zu klingen. Mit diesem ersten Stück des Albums, mit seinem wunderbaren und kurzen Text hat die Band nach 2 Minuten und 21 Sekunden bereits alles klargestellt. Das Weitere ist Kür.

Obwohl die Texte der Fehlfarben mitunter sehr stark im Hier und Jetzt verortet sind und diverse Ekelhaftigkeiten unseres alltäglichen Lebens benennen, wird in ihnen kein Trübsal geblasen. Dafür sorgt einerseits ein teilweise gespenstisch lockerer Peter Hein: Seit “Resistance” von Family 5 (einem meiner Lieblingsalben mit seiner Beteiligung) habe ich ihn nicht mehr so lässig erlebt. Dafür sorgen auch Textzeilen, die wohl kaum ein anderer derart doppeldeutig, mit der eigenen Biografie Wortspiele spinnend und dennoch noch viel mehr zum Ausdruck bringend, formulieren könnte: “Ich muss doch schon lang nicht mehr probieren die Lage, wie sie ist, zu kommentieren. Ich hab doch lang genug gelebt vom Kopieren, um jetzt noch den Durchblick zu verlieren” (aus “Lang genug”).

Der andere Grund für die Frische des Albums sind die Songs und deren Sound. Die Band (neben Peter Hein sind Saskia von Klitzing, Pyrolator, Frank Fenstermacher, Uwe Jahnke und Michael Kemner beteiligt) leistet ganze Arbeit: Wie die Organe eines Körpers stehen sie miteinander im Vielklang. Weiteren rauen Glanz liefert der Produzent Moses Schneider.

Vermutlich versteht es zur Zeit keiner besser als er, eine Band in ihrer Stärke zu erkennen, ihre tiefsten Talente hervorzukitzeln und ihre Energie zum Klingen zu bringen. Einer seiner Zaubertricks ist die Liveaufnahme, welche er dieses Mal mit den Fehlfarben im altehrwürdigen Hansastudio in Berlin aufgeführt hat. Man spürt ihn noch: Den Hauch von David Bowie, Iggy Pop, den Thompson Twins und von Depeche Mode.

Und im letzten Stück des Albums, dem fast zehnminütigen “Herbstwind” verwandeln sich die Fehlfarben in Riders on the Storm, ehe ein Fortunaschal den schönen Spuk beiseite fegt. Es ist wunderbar, wenn es eine Band nach über 30 Jahren noch versteht, den Hörer derart zu überraschen.

“Das Frühwerk am Hals wie ein Mühlstein” lautet eine Textzeile aus dem Stück “TCM

(Polychemie)”. Für die Fehlfarben ist es vermutlich auch ein Fluch, bereits in früher Jugend das altersweise Über-Album “Monarchie und Alltag” geschaffen zu haben. Würden wir uns unserer Sentimentalität entledigen können, welche wir so gerne speisen, indem wir die alte schöne Schallplatte aus dem Jahr 1980 nochmals auflegen, so könnten wir den Fehlfarben vielleicht den Mühlstein vom Halse entfernen – doch das ist eine Utopie, die dann zu der Band und ihren Texten, welche politisch und poetisch zugleich sind, auch nicht so recht passen würde. Die Fehlfarben sollten Monarchie & Alltag nicht als Mühlstein am Hals, sondern als Orden auf der Brust tragen, ebenso wie ihre anderen Alben, insbesondere ihr

neues Werk Xenophonie, mit welchem sie wieder einmal einen der kitschigsten Mythen der Popmusik-Journaille widerlegt haben – nämlich denjenigen, dass Bands zwangsläufig mit andauerndem Fortbestehen langweiliger zu werden haben.

Zu guter Letzt noch ein Anspieltipp von meiner Seite: der Titel “Hygieneporzellan”. Eine zärtlich-hymnische Ode an einen doch so wichtigen Gegenstand in jedem Haushalt: DieToilette“.

Mir bleibt nur noch zu sagen: „Wenn ihr die Fehlfarben mögt, auch ihre Texte und Musik, ihr der Art die Texte rüber zu bringen, wie Peter Hein es tut, liebt und wenn ihr auf Qualität steht, dann kommt ihr an diesem Album nicht vorbei!

Am 18.5.2012 erscheint dieses tatsächlich wichtige Album.

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Kurzinterview mit Sven Marquard

ADVOCIS hat nicht nur sein Logo geändert, wir haben auch ganz tolle Fotos, mit denen wir seit der MusikMesse in der Öffentlichkeit zu sehen sind. Verantwortlich für diese Fotos ist Sven Marquard. Er ist vielen als das Gesicht an der Tür des Berghain bekannt. Aber Sven ist mehr, er ist ein absolut begnadeter Fotograf und weil er das ist und weil er so abgefahrene Ideen hat, war Sven Marquard der, der mit diesen bockbeinigen Wesen das neue Erscheinungsbild von ADVOCIS und PICOLINO mit entwickelte.

 

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T-Shirts für die Abgedrehten :)

Hallo Liebe Advocis Design Freunde. Da wir immer wieder auf unsere Messeshirts angesprochen werden, haben wir uns entschlossen dieses Motiv auch für „Freunde des skurrilen Geschmackes“ anzubieten. Das Shirt ist in allen Größen erhältlich und wird für 24,99€ angeboten. In den nächsten Tagen findet Ihr das Shirt in unserem Shop. Wer bis dahin nicht mehr warten möchte, kann uns auch eine Mail mit Adresse und Größe schicken.

Alex Grube spielt mit Picolino

Trotz seines jungen Alters, zählt Alex Grube bereits zu den gefragtesten Live- und Studiobassisten seiner Zeit.

Nach dem Musikstudium an der Popakademie (Mannheim, Deutschland),  zog Grube nach Hamburg und konnte sich als 1st-Call-Bassist in der Studio-Szene behaupten. Franz Plasa (Mariah Carey,  Nena,  Selig) sagt: „Wahnsinns-Timing, unübertroffene Musikalität und eine Auffassungsgabe, die mir den Neid in mein kleines musikalisches Weltbild treibt!“

Frank Peterson (Sarah Brightman,  Enigma,  Gregorian): „Ich habe bereits mit Leuten wie Nathan East, Tony Levin und Pino Palladino gearbeitet und Alex spielt absolut in der gleichen Liga. Seine Spielweise ist perfekt für alle Arten Musik, die ich mache…und mein Spektrum ist groß.“

Auf die Frage nach einem speziellen Alex-Grube-Sound, entgegnet er in einem Interview für das Fachblatt „Gitarre&Bass“:  Einerseits diese Palm-Mute-Geschichte für weit nach hinten gespielte Soul-Grooves und andererseits Achtelnoten: Bass tief hängen, ein bisschen Verzerrung, Plektrum und ab dafür.“

2008/09  ging Grube auf 9 monatige Welttournee mit Sarah Brightman, der erfolgreichsten Sopranistin aller Zeiten, und konzertierte in legendären Venues wie Budokan (Tokyo) und Madison Square Garden (New York).

Er spielt(e) u.a. für Cassandra Steen, Jazzanova, Pohlmann, Lena Meyer-Landrut, Saint Lu, Tim Bendzko, Howard Carpendale, Gregorian, Mimi Westernhagen, Jennifer Paige, Unheilig und Paul Stanley.

Neben seiner Lehrtätigkeit beim Popkurs ist er auch als Dozent an der Popakademie Mannheim tätig.

Statement Alex zu Picolino DI Box:

“Die PICOLINO fällt zuerst durch ihre kleinstmaße auf. Das dies aber nicht auf Kosten der Klangqualität geht, hat mich gleich beim ersten Antesten beeindruckt. Im Gegenteil: reduce to the max ist hier die Devise! Ein tolles Gerät, was ich in keiner Live- & Studiosituation mehr missen möchte…”

mehr Infos zu Alex Grube

 

Ich bin dabei, wer noch?

Hier ein Zitat eines Spiegellesers zum Thema: Cameron schmäht Merkels Finanzsteuerplan als “Wahnsinn”.

Was wäre, wenn…….??????

…….alle Schulden, egal welche, weltweit ausgebucht würden, gleichzeitig käme eine WELTWÄHRUNG, die nach einem Schlüssel gegen alte Währungen 1 zu 10 getauscht würde. Gleichzeitig bekäme JEDER Mensch 15.000,00 Weltwährungschips.
Einkommen in 10 Stufen nach Qualifikation, keine Boni etc.
SCHULDEN machen wäre für Staaten, Länder, Gemeinden bei Strafe verboten. Über Investitionskredite an Firmen entscheide ein Gremium, Konsumschulden gäbe es für NIEMANDEN.
Es gäbe lediglich noch EINE STAATLICHE WELTBANK mit zig Filialen. Deren einzige Aufgabe es wäre, Konten zu führen und Guthaben auszahlen.
Aktien würden nicht mehr gehandelt, nur noch getauscht.
Was meint Ihr, wie gut plötzlich die Piigs Staaten regieren und deren Bürger arbeiten können.
Wäre das nicht lustig, diese Vorstellung reizt mich.

Die Erde ist eine Scheibe :), oder?

Fundstück des Tages:

http://www.das-ende-des-internets.de/

aber bitte erst nachdem Ihr alle Artikel auf picolino.co.uk gelesen habt.

Patenbrigade Wolff- “Tanzveranstaltung”

Ganz schöner Klamauk aus Berlin O. (Text: scrodd)

Na das kann ja heiter werden, zurück in die Vergangenheit. Die Musik der 3 Berliner Patenbrigadisten könnte auch aus den 90ern kommen, passt aber auch, weil die O-Tonschnipsel aus Stasi und Berliner Rundfunk Tonarchiven stammen könnten.

Die Patenbrigade macht manchmal Spaß beim Zuhören, aber nicht musikalisch, sondern eher auf die Samples bezogen. Die Musik ist leicht angestaubt. Die Soundschnipsel werden nach einiger Zeit auch wirklich langweilig. Eines hat mir die Musik der Patenbrigade Wolff  wieder ins Gedächtnis gerufen, nie wieder DDR – Bitte bitte!

Das Kollektiv der Sozialistischen Arbeit wird bestimmt bei der hiesigen Konzert und Gastspieldirektion eine Menge Muggeen (musikalisches Gelegenheitsgeschäft) bei diversen Partei- und Kampfgruppenveranstaltungen bekommen, aber der Traum in die Top 10 beim Klassenfeind aufzusteigen wird wohl nicht so schnell in Erfüllung gehen. Da können sie ja zum Glück auf die sozialistischen Bruderländer ausweichen.

Die Patenbrigade Wolff hat ihre Fans, warum auch nicht, aber ich erachte das Album “Tanzveranstaltung” als nicht wirklich gelungen und fordere mehr Qualität.

Wer sich selbst ein Bild über unsere “Helden der Arbeit” machen möchte, hier einige Tanzveranstaltungen mit Patenbrigade Wolff:

02.12.2011 Leipzig / Hellraiser
03.12.2011 Augsburg / Kantine
04.12.2011 Aschaffenburg / Colos-Saal
09.12.2011 Braunschweig / M.Music Hall
10.12.2011 Hamburg / Markthalle
11.12.2011 Krefeld / Kulturfabrik

Huhn mit Pflaumen

Vom Comic zum Spielfilm Text: (Ali Tschertow / FishBookLetters)

Herrlich sind die Geschichten aus 1001 Nacht, die Scheherazade dem König Schahriyâr erzählte, um dem Tod zu entgehen. Und so farbenfroh und Reich an schmückendem Beiwerk wie die Märchen Arabiens ist der der neue Film von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud.

Huhn mit Pflaumen entführt uns ins Teheran des Jahres 1958, eine Zeit in der es im Iran noch sehr zivil zuging. Der Geiger Nasser Al Khan, der sehr gut ist und in der ganzen Welt aufgetreten ist, versteht es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Sein Geheimnis ist die starke Wehmut in seiner Musik und niemand ahnt, dass diese aus einer, nein aus der enttäuschten großen Liebe resultiert.

Langer Rede kurzer Sinn: Nasser Al Khan will nicht mehr leben und wir dürfen Zeugen seiner letzten acht Tage auf Erden sein.

Zu Beginn sinnt er über verschiedene Todesarten nach, doch am Ende kommt er zu dem Schluss, dass ein wirklich würdevoller Tod nur im Bett stattfinden kann. So legt er sich hin und wartet auf den Engel des Todes.

Während der Zeit des Wartens auf den Tod unternehmen wir Ausflüge in Al Khans Seele, in seine Vergangenheit, in die Zukunft seiner Kinder und in Welten, die normalerweise zu Monty Python oder Southpark gehören.
Wohlgemerkt, es ist ein Spielfilm!

„Huhn mit Pflaumen“ von den beiden Comic-Zeichnern, Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud, die bereits mit Persepolis einen riesigen Erfolg landeten, ist großartig! Den beiden gelang auf elegante Weise der Sprung von der Comicwelt in die reale. Sie erzählen auf wunderbare Weise eine traurige und doch so schöne Geschichte.

Hin und wieder ist man geneigt Parallelen zu der Wunderbaren Welt der Amelie zu entdecken, doch hier wird nicht plagiiert, hier werden lediglich bewährte Mittel verwendet, derer dieser Film auch bedarf.

„Huhn mit Pflaumen“, der am 5. Januar in unsere Kinos kommt ist ein üppig ausgestatteter moderner Märchenfilm, der uns trotz aller Tragik zum Träumen einlädt und uns an eine bessere Welt glauben lässt.

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Interview mit Stephan NOÈ, geführt am 15.01.2011

Gestern angekündigt und heute schon da, das Interview mit Stephan Noé, dem Frontmann, Mastermind und Begründer der Band NOÈ aus Berlin. Das Gespräch fand in der Küche seiner Wohnung statt und neben Stephan war noch sein Sohn Claas anwesend.

 

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Interview mit Stephan Noè by FishBookLetters
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Widukind spielt mit Picolino

Berliner Songwriter und Gitarrenvirtuoso Carsten Klatte meldet sich mit seinem neuen Projekt “Widukind” zurück auf die Bühne.

Diese neuen Kreationen werden mit einer Multimedia & Musikproduktion am 12.11 in der Berliner TheARTergallerie aufgeführt, technische unterstüzung von Picolino natürlich mit dabei.

“Widukind ist die Antwort auf die „Scheinbarkeit“, die Weltlichkeit unserer Gesellschaft. Widukind zahlt heim. Ein Traum antwortet auf eine Illusion, ein wirres Hirngespinst rächt sich am „Makel der Zeit“, jener Oberflächlichkeit, welche sich selbst nicht mehr begreift, als das, was sie ist, eine Degerneration ihrer Selbst, dazu bestimmt, „den Bach herunter zu gehen“. Widukind ist das zarte Innere des Menschen, ein Gewissen, eine unantastbare Schöne, welche es verdient, behütet zu werden. Eine Blume, eine Laune der Natur, welche sich nur offenbaren konnte, weil sie frei ist.

Widukind schmerzt. Widukind verwirrt oder klärt, spiegelt dich, in mir, in dir. Widukind ist die Synthese aus allem, dem Hörer, dem Künstler, der sozialen Plastik, welche aus allem entsteht. Widukind. Der Aufruf an die Seele, die Sprache der Herzen zu sprechen und den Gedanken zu beenden. Widukind IST.”

Mehr info unter Periplaneta