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Seu Jorge – „Músicas para Churrasco“

Jetzt darf der Frühling kommen. (Text: Ali Tschertow/FishBookLetters)

Seu Jorge sagt dir nichts? Kennst du den Film „City of God“? Wenn du den kennst, dann versuche dich an Mané (den Stecher) zu erinnern. Wenn du das hin bekommst, dann weist du wer Seu Jorge ist.

Seu Jorge war ja tatsächlich ein Kind aus einer Favela nahe Rio de Janeiro. Das Familieneinkommen besserte er mit Reifenreparaturen auf. Doch seine Liebe galt stets der Musik und dem Theater und so investierte er über Jahre, Zeit und Geld in die Kunst. Wenn man in einer Favela lebt, dann ist das gar nicht so einfach. In einem Interview, das er „The Independent“ gab sagte er: “Aus einer Favela herauszukommen ist eine schwierige Sache. Gangster sind so machtvoll. Der Drogenhandel ist überall, und keiner hat Arbeit”.

Musik und Schauspielerei sind immer noch Mittelpunkt seines Lebens. Und nun gibt es ein Album von ihm, „Músicas para Churrasco“ (Musik für Grillfeste). Das klingt erst einmal recht unspektakulär, aber wenn man versucht nicht an hiesige Schlachtfeste zu denken, sondern eher an tropische Gegenden, an super entspannte Leute und wirklich coole Musik, dann weiß man um welche Art von Musik es sich hierbei handelt.

„Músicas para Churrasco” hat zehn Tracks die genau das erfüllen, was ich erwarte, wenn ich an aktuelle Musik aus Brasilien denke. Die Musik ist hochklassig und dennoch leicht und voller Energie. Manchmal wünschte ich mir ein wenig so zu sein wie diese Musik.

Übrigens erscheint, nein erschien „Músicas para Churrasco” von Seu Jorge am 20. April. Die Musik ist nicht nur für Feiern ideal, nein auch zum Aufstehen ist sie bestens geeignet, ich spreche aus Erfahrung.

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