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Archiv für Februar 2012

Chuck Perkins – „A Lovesong For Nola“

Seit Saul Williams ist mir so krasse Slam Poetry nicht mehr untergekommen. (Text: Ali Tschertow)

Zu Beginn des Albums scheint eine Mardi Gras Band an uns vorbei zu schreiten und Chuck fängt sofort an uns mit seinen Texten zu Bombardieren. Erst noch verhalten und man ist geneigt Parallelen zum Gurus JazzMatazz zu suchen, doch schon bald ist klar, das es hier nicht um Harmonie geht.

Chuck Perkins erzählt Geschichten und seine Geschichten sind keine super bunten Bilderbuchgeschichten, denn Chuck haut uns die Wahrheit um die Ohren. Die ganze Wahrheit von The Big Easy, von Negersklaven, entwurzelten Indianern, Voodoo und korrupten Bullen.

Alles findet Niederschlag in seinen Texten und der Rhythmus der Musik ist stets der Intensität der Texte angepasst. Musikalisch bewegt er sich zwischen Gospel, Hip Hop, Mardi Gras, Soul und allem was sich sonst noch im Mississippidelta befindet.

Chuck Perkins spricht über den starken Überlebenswillen der Leute aus New Orleans, der schon vor zweihundert Jahren genau so stark war, wie vor wenigen Jahren als Huricane Katrina alles kaputt machte.

In seinen Texten finden sich die Bürgerrechtsbewegung genauso wie der Säufer oder der Junkie.

Chuck Perkins versteht sich darauf, den Zuhörer mit zu reißen. Wie ein Orkan fegt er durchs Zimmer und setzt den Zuhörer einem echten Wort-Trommelfeuer aus. Doch wenn es darauf ankommt, dann kann er sich auch zurück nehmen und seine Wahrheiten eher nebenbei fallen lassen. Und das ist es, was den Könner vom GelegenheitsSlamer unterscheidet.

„A Lovesong For Nola“ ist ein Exkurs in die Welt der Farbigen, dort unten in Louisiana, wo die Rassendiskriminierung noch heute nicht ganz aufgehoben zu sein scheint. Er jammert nicht, der legt den Finger in die Wunden und hofft so aufzurütteln. Für „A Lovesong For Nola“ konnte er die Creme der Musiker aus New Orleans um sich scharen und so entstand ein großartiges Werk, das Einblick in die Seele der Menschen dort zwischen dem Strom und den Sümpfen gibt.

Chuck Perkins ist ein Meister der Worte.

„A Lovesong For Nola“ by Chuck Perkins erscheint am 24. Februar 2012 bei TRIKONT.

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Ibrahim Maalouf – „Diagnostic“

Ein Wahnsinns-Trompeter nimmt sich die Freiheit eigene Wege zu gehen. (Text: Ali Tschertow / FishBookLetters)

Ibrahim Maalouf ist kein Neuling. Er spielte schon mit Sting, Vanessa Paradis, Amadou&Mariam und Mathieu Chedid, sowohl im Studio als auch auf der Bühne. Aber es gibt eben auch den Ibrahim Maalouf, der selber komponiert und seine eigenen Stücke spielt und dieser Ibrahim Maalouf, das ist nur logisch, muss ja auch ein eigenes Album eröffentlichen.

Das sagte er sich bereits im Jahr 2007, als er sein erstes Album „Diasporas“ wagte. Es folgte nur zwei Jahre danach „Diachrinism“ und nun ist es „Diagnostic“. Maalouf sieht „Diagnostic“ nicht als Fortsetzung des Bisherigen, sondern viel mehr als Resultat dessen, was er in den letzten Jahren an Wissen über tonale und rhythmische Zusammenhänge der Musikern weltweit erfahren hat.

Maalout mixt Balkameskes mit Latin Jazz und fügt Brasilianisches mit Orientalischem zusammen. Hin und wieder bedient er sich sogar bei Heavy Metal. Er hat seinen Weg gefunden diese so unterschiedlichen Musikwelten zusammen zu fügen und darin liegt wohl auch der Reiz der Musik von Ibrahim Maalouf.

„Diagnostic“ das neue Album von Ibrahim Maalouf ist eine runde Sache, denn es ist ihm gelungen, die verschiedensten Musikstile zusammen zu bringen, ohne das Brüche bemerkbar werden. Auf „Diagnostic“ fließt alles in einander und schenkt dem Hörer so immer wieder neue Klangeindrücke.

Ibrahim Maaloufs neuester Streich „Diagnostic“ ist eine Klangwanderung zwischen Jazz, Klassik und den verschiedensten ethnischen Einflüssen, scheinbar spielend zusammengefügt von einem virtuosen Geist.

„Diagnostic“ von Ibrahim Maalouf erschien am 17. Februar 2012 bei Mi´ster production im Vertrieb von Harmonia Mundi.

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Alex Grube spielt mit Picolino

Trotz seines jungen Alters, zählt Alex Grube bereits zu den gefragtesten Live- und Studiobassisten seiner Zeit.

Nach dem Musikstudium an der Popakademie (Mannheim, Deutschland),  zog Grube nach Hamburg und konnte sich als 1st-Call-Bassist in der Studio-Szene behaupten. Franz Plasa (Mariah Carey,  Nena,  Selig) sagt: „Wahnsinns-Timing, unübertroffene Musikalität und eine Auffassungsgabe, die mir den Neid in mein kleines musikalisches Weltbild treibt!“

Frank Peterson (Sarah Brightman,  Enigma,  Gregorian): „Ich habe bereits mit Leuten wie Nathan East, Tony Levin und Pino Palladino gearbeitet und Alex spielt absolut in der gleichen Liga. Seine Spielweise ist perfekt für alle Arten Musik, die ich mache…und mein Spektrum ist groß.“

Auf die Frage nach einem speziellen Alex-Grube-Sound, entgegnet er in einem Interview für das Fachblatt „Gitarre&Bass“:  Einerseits diese Palm-Mute-Geschichte für weit nach hinten gespielte Soul-Grooves und andererseits Achtelnoten: Bass tief hängen, ein bisschen Verzerrung, Plektrum und ab dafür.“

2008/09  ging Grube auf 9 monatige Welttournee mit Sarah Brightman, der erfolgreichsten Sopranistin aller Zeiten, und konzertierte in legendären Venues wie Budokan (Tokyo) und Madison Square Garden (New York).

Er spielt(e) u.a. für Cassandra Steen, Jazzanova, Pohlmann, Lena Meyer-Landrut, Saint Lu, Tim Bendzko, Howard Carpendale, Gregorian, Mimi Westernhagen, Jennifer Paige, Unheilig und Paul Stanley.

Neben seiner Lehrtätigkeit beim Popkurs ist er auch als Dozent an der Popakademie Mannheim tätig.

Statement Alex zu Picolino DI Box:

“Die PICOLINO fällt zuerst durch ihre kleinstmaße auf. Das dies aber nicht auf Kosten der Klangqualität geht, hat mich gleich beim ersten Antesten beeindruckt. Im Gegenteil: reduce to the max ist hier die Devise! Ein tolles Gerät, was ich in keiner Live- & Studiosituation mehr missen möchte…”

mehr Infos zu Alex Grube

 

Hobo – “Iron Triangle”

Joel Boychuk aka Hobo takes us on a tour of the Iron Triangle this winter, when the Canadian producer releases his debut album on Minus – a destination point for the techno artist whose very name embodies both the restless spirit of his productions and his journey from being one half of the former Minus duo Tractile, to being a recognized star performer in his own right. With the release of the LP in February, Boychuk intends to encapsulate the unique atmospheres of the three geographical points & spaces in between that have influenced both his musical output and his outlook as a person…

What is the Iron Triangle, and how has it influenced your approach to making your first full-length album?
The Iron Triangle is both a simple concept and complicated percept – kind of abstract but also very simple. In it’s simplest form it’s an area between three places where I come from, covering a bit of Canada & the US – three places which are connected by a lot of history and three important train lines that once ran between them, hence the ‘iron’. Where it begins to stretch into a much more abstract and complicated territory is in how I relate to the iron triangle: Sometimes I’m there, sometimes I’m not there and sometimes I wish I was or wasn’t there. Since I have so many memories and experiences in and around the iron triangle, I draw from those experiences and anticipate other experiences that will hopefully happen: it’s somewhat of an illusion and appears different from different angles.The influence on the album was simple: At the end of 2010 I had been away from the triangle for much longer than usual and mentally I was as far away as ever. I reflected on past experiences and looked forward to new ones as inspiration for the album: All of the tracks are based around experiences I’ve had at this place, sometimes just an image or memory.
How has your sound & style evolved over the course of your career and whilst making this record?
My approach to production changes frequently: Sometimes I produce just because I enjoy doing it; other times I view it as something that needs to be done for the purposes of clearing the mind; and sometimes it’s just done for raw musical experimentation. I think my sound went back to its earlier roots while making this record, at times playful and weird with a tinge of darkness. I was drawing from a lot of past experiences that I had drawn from in my productions before. In that respect, some of the tracks on the album share exact influences with other previous tracks of mine, so I can infer from that the evolution in the album’s sound directly reflects my evolution as a producer.
How do you intend to present the new material in your live performances?

In the spirit of getting back to my roots sonically, I have recently had a desire to do so with my performances as well. I was DJing long before I ever began producing in earnest. I think it might be most fun to present the new material using the three things I love so much: producing, playing live and DJing altogether.
How did you become ‘Hobo’?
In 2008 I became very restless within my working environment. The production duo I was in was leading down a dead end and I had a lot of creative energy to get out. To save my sanity and to pursue the music that I love, I left the duo and immediately found a place to spend a week getting out all of my pent-up creativity: I did nothing but write music for a week straight, laying the foundation of my current sound. It was not long after that point that my first solo record came out and Hobo was born. The place where it all began

Format: 12”, digital, CD
Label: M-nus
Release: 13/02/2012 (physical)
Release: 15/02/2012 (digital)