Archiv für Juni 2011
Samba „Die Ekstase der Möwen“
Musik für Leute mit Ohren zum Hören. Text Ali Tschertow
Die Herren von Samba haben es gelernt hinzugucken und zuzuhören. Teilweise aliengleich beobachten die Jungs um Knut Stenert ihre Mitmenschen und packen das gesehene und gehörte in Lieder.
Angefangen hatte es Mitte der Neunziger in Münster und mittels Sony Music und im Windschatten der Hamburger Schule gerieten sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mittlerweile haben Samba den weg aus Münster gefunden und leben und Arbeiten in Hamburg, Berlin und Leipzig. Das Leben in den Großstädten gewährt en Blick auf das, was mit uns, passiert, wie uns die Werbung manipuliert und uns immer wieder falsche Realitäten vorsetzt. Knut Stenert: „Ich mag die Biedermeierlichkeit, mit der die Menschen sich bei einem Film wie „Avatar“ im Multiplexkino ihre 3D-Plastikbrillen aufsetzen, aus riesigen Cola-Eimern trinken und sich von dem im Film propagierten Konzept der Nachhaltigkeit und der Verschmelzung mit der Natur hinreißen lassen. Inkonsequent, aber schön und beruhigend. So, wie sich alle im Internet gegenseitig hinterherrecherchieren, mit Payback-Karten ihre Einkäufe dokumentieren, um dann Hausfassaden zu pixeln und auf die „Spionageautos“ von Google einzudreschen“.
Schon der Albumtitel „Die Ekstase der Möwen“ weckt dabei eine spannende Doppelassoziation. Auf der einen Seite die Weite des Meeres und das Fernweh, das sie weckt. Auf der anderen Seite aber die Gier jener Vögel, die immer weiter ins Landesinnere vordringen, Müllkippen erklimmen und auf ihnen die verkommene Seite des Wohlstands verkörpern.
Knut Stenert: „Es ist bezeichnend, dass selbst in einem Film wie „Findet Nemo“, in dem fast alle Tiere positiv und klar identifizierbar dargestellt sind, die Möwen als einzige diese anonyme, unsympathische Masse bilden, die, die immer nur „Meins! Meins! Meins!“ schreit. Vielleicht ist der Schwarm aber auch gut“.
Aber „Die Ekstase der Möwen“ ist keine Abrechnung mit uns und der Gesellschaft. Es ist vielmehr ein Hinweis, ein Denkanstoß für uns, sodass wir uns unser Tun vergegenwärtigen und vielleicht einmal mehr darüber nachdenken, was wir eigentlich tun und konsumieren.
Verpackt ist das alles in wunderschöne Songs, die nicht nur inhaltsschwanger, sondern auch musikalisch ansprechend sind. Die „Ekstase der Möwen“, erschienen bei Tapete Records.
Diskographie
„Das Licht EP“ (Epic 1995)
„Zuckerkick“ (Epic 1996)
„t.b.a.’“ (Epic 1997)
„Millionen ziehen mit“ (Blickpunkt Pop 1999)
„Komando“ (Blickpunkt Pop 2001)
„Aus den Kolonien“ (tapete records 2004)
„Himmel für alle“ (tapete records 2008)
Maria Taylor
Hallo liebe Gemeinde, die wunderbare Maria Taylor ist noch bis 5. Juli in unserer Nähe unterwegs. Ein Konzert von Maria Taylor zu besuchen lohnt sich immer und auf jeden Fall. Also – hingehen!!!
28.06. Berlin – Astra
30.06. Prag – Potrva
01.07. Wien – Jazz Fest Wien
02.07. München – Südstadt (solo)
03.07. Frankfurt – Mousonturm
05.07. Graz – Postgarage
PICOLINO DI Box passiv mit -20dB PAD
Endlich gibt es mal wieder etwas neues von PICOLINO, die DI Box mit eingebauten -20dB PAD. Klar, man kann sich zur DI Box ein Dämpfungsglied dazu packen, wenn man ein Gerät mit zu hohem Ausgangspegel verwendet, doch so hat man wieder mehrere Tools mit zusätzlichen Kabeln am Start.
Die neue PICOLINO DI Box pasiv MK II mit integriertem -20dB PAD vermeidet zusätzliches Gepäck und unnötige Kabelei. Wie Immer ist auch dieser neueste PICOLINO super robust und erfüllt technisch die höchsten Ansprüche.
KID Broadcast für die Fußball WM der Frauen
Am Donnerstag ereilte uns ein Hilferuf des Berlines Olympiastadions. Man sagte das Medieninteresse sei doch sehr stark und die Kapazität der vorhandenen Triax-Leitungen reichte wohl nicht aus. Klar, mit der fortschreitenden Entwicklung der Medien, wächst auch die erforderliche Bandbreite.
Langer Rede kurzer Sinn: natürlich packten wir unseren Kram zusammen, fuhren nach Berlin, verlegten die erforderlichen Leitungen und maßen alles noch einmal durch. So haben auch wir unseren Beitrag zum erfolgreichen Auftakt der Frauen Fußball WM geleistet. Das Resultat des Auftaktspiels 2:1 für Deutschland war eine schöne Belohnung.
News 15.06.2011
now you can find the #PICOLINOs at #facebook, surch for us and #be #our #friend
Nik Freitas – „Saturday Night Underwater“
Spektakulär unspektakulär, wie einst Lou Reed. Text: Ali Tschertow
Nik Freitas, das ist einer von diesen Typen, die in tausend verschiedensten Projekten involviert sind, die viele Fans und Freunde haben und die gerade unter Musikern verdammt viel Respekt genießen. solo erschien er jedoch nie so recht im Rampenlicht. Mit Saturday Night Underwater soll sich das ändern denn Nik Freitas hat auch dieses mal wieder ein absolut großartiges Album vollbracht, eines das die Öfentlichkeit verdient hat!
Zuletzt war Nik Freitas in der Mystic Valley Band aktiv, die das Backing für Conor Oberst bildete. Live spielte er übrigens auch bei den Broken Bells mit. Bei beiden Bands ist gerade Kreativpause und so ist dies ein guter Zeitpunkt für ein Soloalbum des Multiinstrumentalisten, der auch diesmal wieder 100 Prozent in Musik und Recording investieret hat.
Wie schon das Vorgängeralbum „Sun Down“, von 2008 bietet auch „Saturday Night Underwater“ herrlich unaufgeregten Singer-Songwriter-Pop, der meist völlig schwerelos dahin fließt und eine wunderschöne Melodie an die andere reiht. Hin und wieder ist eine neu entdeckte Vorliebe für alte Analog-Synthies und Drummachines rauszuhören, die sich aber zum Glück nur im Hintergrund tummeln.
„Saturday Night Underwater“ ist ein wunderbares Album und der Opener „Saturday Night Underwater“ und das von der fantastischen Maria Taylor unterstützte „Middle“ sind die absoluten Reißer dieses ja eigentlich so homogenen Albums.
Hin und wieder glaube ich Parallelen zu Lou Reed zu entdecken, was die ganze Sache nicht weniger spannend macht. Kurz gesagt: „Saturday Night Underwater“ ist ein überaus gelungenes Album und meiner Meinung nach darf Nik Freitas „Saturday Night Underwater“in keiner guten Plattensammlung fehlen.
ARMY OF THE UNIVERSE “Mother Ignorance”
Das schiebt und macht so richtig Spaß. Text Ali Tschertow
Italienisch in der Herkunft, aber musikalisch so gar nicht italienisch. Wobei, es gibt ja so einige Projekte aus Italien, die man herkunftstechisch eher nach Nordeuropa packen würde. Aber die ARMY OF THE UNIVERSE kommt aus Mailand.
Ich fange mal so an: ungewöhnlich, interessant, treibend, anhörenswert. Das sind so die ersten Worte die mir zu der Musik von ARMY OF THE UNIVERSE einfallen. Dominiert wird die Musik der Italiener von Gitarren und viel Elektronik. Ein bisschen Achtziger, gepaart mit dem Groove des neuen Jahrhunderts. So gesehen könnte man von einer Weiterentwicklung der guten dunklen Achtziger-Sounds reden, wobei ich nicht von einem evolutionären Umbruch reden würde.
Treibende Kraft hinter der ARMY OF THE UNIVERSE ist Chris Vrenna (Grammy-award Gewinner als Drummer von Nine Inch Nails, Keyboarder von Marilyn Manson, Produzent der mehrfach veredelten Alben von Rasmus, Megadeth, Slipknot und Metallica). Der Mann weiß was ermacht und was er anpackt wird fast immer richtig gut.
“Mother Ignorance”, das neue, ähm erste Album von ARMY OF THE UNIVERSE bietet uns 14 Tracks, von laut bis beinahe leise, von aggressiv bis beinahe gefällig nett. Hier stecken Kraft und Gefühl dahinter und der Genuss des Albums ist ein eben solcher
ARMY OF THE UNIVERSE “Mother Ignorance” erscheint am 17.06.2011.
ADVOCIS 500 / T available now!
The ADVOCIS for the API 500 format. Based on the fl agship circuitry of the ADVOCIS ImSande T stage and all its features, except for the variable character blend. Front panel controls include variable HPF, phase reverse and 48v phantom. Gain changes are in 3dB steps whilst the fi ne control compensates by +/- 6dB continuously. The output is electronically balanced. Imagine 10 of these amazing pre amps stuffed in an ADVOCIS mainframe for your next tasty studio production.
Technical Data:
Max input level: +6 dBu
Common mode rejection >60 dB
Input impedance: 1.2K Ohm +/- 10%
THD: < 0.01 %
Noise Floor: 1 dB
Gain: Adjustable in 3 dB steps from 18 dB to 51 dB
Fine Gain: Variable -6 dB to +6 dB
Phantom power: Switchable + 48 VDC
High pass fi lter: Switchable, continuously variable from 20 Hz to 20 kHz
Frequency range: (HPF OFF): 20 Hz to 20 kHz: (+/- 0,5 dB)
Line-out: 1 electronically balanced
Phase reverse switch
Max output level: + 28 dBu
LED Bar-graph for output level (DIN, 3dB resolution)
Output impedance: <40 Ohm
Supply voltage: +/-15VDC, 135mA, 48VDC
ADVOCIS 500 / T jetzt lieferbar
Der ADVOCIS für das API 500 Format ist nun endlich lieferbar.
Er basiert Schaltungstechnisch auf dem diskret aufgebauten Bipolar-Transistorweg des ADVOCIS ImSande und bietet bis auf die Character-Funktion alle Funktionen des „Flaggschiffs“, inklusive der Präsenz und Durchsetzungsfähigkeit des Klangs. Zur Ausstattung gehören ein regelbares Trittschallfilter, Phase Reverse und 48V Phantompower.
Ab Montag findest Du den ADVOCIS 500/T auch in unserem Shop.

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