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Archiv für April 2011

EyesShutTight – “Fairground Zero”

Düster, kraftvoll, geradeaus.

EyesShutTight stehen für echt guten und heftigen Rock aus Hamburg. Ende Mai gibt es ein neues Album der heftigen Jungs und für mich ist es eine gute Gelegenheit, die Band und das Album etwas genauer zu beleuchten.

Los geht es damit, dass die sieben für die Herren von EyesShutTight eine beinahe magische Bedeutung zu haben scheint. Zu mindest geben sie sich alle Mühe, diesen Eindruck aufkommen zu lassen. Vielleicht ist es auch so, dass aus Bitterkeit Magie erwachsen kann, denn die Mutter von DW, dem Sänger von EyesShutTight, verstarb am 7.7.2007, was schon schräg ist, auch wenn sich der Tod nur selten an Daten orientiert. Witziger Weise hat aber Kris (Gitarrist) 3 tätowierte siebenen auf seinen Fingerknochen. Eine Tatsache, die DW damals dazu bewog, den Typen mal besser kennen lernen zu wollen.

Kris hatte kurz zuvor D.W. als Frontmann bei einem Auftritt seiner früheren Band erlebt. „Da war ich nur ausführendes Organ, das war nicht mein Ding! Kris erkannte das sofort. Er kam nach dem Konzert zu mir und meinte, ich würde nicht glücklich wirken, man sollte meine musikalische Umgebung austauschen.“ Gesagt, getan. D.W. ließ seine alte Band sausen und suchte seine neue Herausforderung. Kris und er gingen in ein kleines Studio und nahmen den Titel „Mother Darksome“ auf. Sie stellten die Nummer auf ihre myspace-Seite und notierten erfreut, dass der Song über 10.000mal geclickt wurde. „Da sagten wir uns: Lasst uns eine Band gründen, es scheint zu funktionieren.“

Hier zeigt sich wieder einmal, dass MySpace und Co. Hilfreich sein können, wenn es um Entscheidungshilfe geht. Es muss ja nicht immer gleich der große Durchbruch sein.

Wie beinahe jede Band, so suchten auch Kris und D.W. nach einem Namen mit viel Gewicht und enormer Bedeutung. Da sie alle schon viel Scheiße und schwere Schicksalsschläge erlebt hatten, machte EyesShutTight (die Augen fest geschlossen – und durch) sinn und war ab sofort mehr als nur Label.

Das erste Album „Secret Destroyer“ (2010) war ein musikalische Geländespiel, auf der Suche nach dem richtigen Sound und all dem, was sie heute ausmacht. „Wir haben alles raus gehauen, was uns auf der Seele lag. Unser roter Faden bestand darin, nichts zu verschweigen. Musikalisch klang alles sehr roh, aber diese Erfahrung hat uns geholfen, den Weg zu finden, den wir jetzt gehen“, meint Frontmann D.W.. Der Auftritt beim M´era Luna 2010 bestärkte die Jungs. „Vorher hatten wir uns entschlossen angeguckt, dann sind wir auf die Bühne marschiert und haben Spaß gehabt. Gefühlt hat der Gig nur zwei Minuten gedauert…, All die Arbeit im Proberaum hatte sich gelohnt! Und genau mit diesem positiven Gefühl sind wir dann ins Studio gegangen.“

Inzwischen bestehen EyesShutTight neben D.W. (Gesang/Texte) und Kris (Gitarre/Texte) aus Keyboarder und Sänger Goyathlay (ex-Lady Bloody Mary), Bassist Jolene sowie Trommler d.P. Zusammen gelang ihnen mit dem aktuellen „Fairground Zero“ eine Scheibe voll geballter Kraft und gerechtem Zorn, die in tiefe Abgründe blickt und faszinierende Gefühlslandschaften durchschreitet. „Mit dem zweiten Album haben wir uns gefunden. Wir bauten es musikalisch so auf, dass es metallisch beginnt und atmosphärisch endet“, beschreibt D.W. den Kurs von „Fairground Zero“, das von Lars Oppermann produziert und gemischt wurde. Die immensen musikalischen Möglichkeiten des unbeirrbaren Fünfers reichen von attackierend wuchtigem Schwermetall über unerbittlichen Industrial bis zu narkotisierenden Electro-Rockern, zu deren Grooves es sich wunderbar tanzen lässt.

Etliche Textideen sind vom Leben des Multitalents D.W. inspiriert. Bereits als Kind stellte man fest, dass er ein hochbegabter Zeichner ist. Mit 15 illustrierte er Bücher eines renommierten Verlages, was nicht nur Lob und Anerkennung hervor rief, sondern auch eine Menge Neid. Mit 18 griff er zu Drogen, „da ging einiges drunter und drüber“, erinnert er sich. Mittlerweile sind Rauschmittel für ihn – abgesehen von einem Bierchen oder zwei – Teil der Vergangenheit. Seit dem Jahr 2000 stellt er seine höchst eindrucksvollen Bilder in Galerien aus, dazu schreibt er Kurzgeschichten, spielt Schlagzeug und singt. Selbstverständlich konzipiert und kreiert D.W. auch das unverwechselbare Artwork von EyesShutTight.

Die endgültigen Fassungen der Texte haben die Freunde D.W. und Kris gemeinsam erarbeitet. „Carousel“ etwa beschreibt das Leben als „Karussell, das sich im Kreis dreht“, so D.W., „es geht nur um Kohle, Sex und das, was du nicht hast. Dazu kommt, dass prinzipiell die Anderen Schuld haben.“ In „Fortune Wheel“ würde der vom Pech verfolgte Protagonist alles darum geben – ja, sogar sein Leben – um ein einziges Mal Glück zu haben. „Useless“ ist eine Abrechnung mit verständnislosen Kritikern. Doch von Unfähigkeit und Gefühlskälte, egal von welcher Seite, lassen sich EyesShutTight keinesfalls stoppen, stattdessen sagen sie sich einmal mehr,

Augen zu und durch.

VÖ: 27. Mai 2011

bei MySpace

ADVOCIS analogue to digital converters

The ADVOCIS analogue to digital converter is a high performance converter with pristine audio quality. The analogue pre amp features the musical characteristics of the ADVOCIS mic pre series. The input levels are adjustable on the front panel and indicated by peak meters. The A/D conversion is 24bit resolution and features sample rates from 44.1 to 192 kHz. Internal dithering and a very stable (low jitter) clock look after a precise conversion.

Techincal Data AD1:

2x Analogue inputs, balanced XLR
Max input level: +24 dBu
Input Resistance: 10K Ohm +/- 10%
Frequency range: 20 Hz to 20 kHz
Dynamic Range: 120dB A weighted
THD+N: -110 dB
Gain/ Attenuation of input signal via front panel control, variable between -6 and +6 dB
Sample Rates: 44.1, 48, 96, 192 kHz, adjustable on front panel.
Resolution: 24bit
Output 1: AES3, transformer balanced, 110 Ohm XLR
Output 2 AESid, unbalanced, 75 Ohm BNC
Wordclock input: BNC 75 Ohm with switchable terminator
External clock select on front panel
Power requirements: 230VAC (110-230 switchable option available)

Technical Data AD2

4x Analogue inputs, balanced XLR
Max input level: +24 dBu
Input Resistance: 10K Ohm +/- 10%
Frequency range: 20 Hz to 20 kHz
Dynamic Range: 120dB A weighted
THD+N: -110 dB
Gain/ Attenuation of input signal via front panel control, variable between -6 and +6 dB
Sample Rates: 44.1, 48, 96, 192 kHz, adjustable on front panel.
Resolution: 24bit
2 x AES3 outputs, transformer balanced, 110 Ohm XLR
2 x AESid outputs, unbalanced, 75 Ohm BNC
Wordclock input: BNC 75 Ohm with switchable terminator
External clock select on front panel
Power requirements: 230VAC (110-230 switchable option available)

ADVOCIS ImSande The MicPre by KID Broadcast

ADVOCIS, the absolute “Must Have” in your Studio. New from KID-Broadcast is the ADVOCIS Microphone pre-amp. This high-end product was developed in co-operation with Bernhard Imsande, known for his involvement in electronic development for Neumann and Sony. ADVOCIS accentuates the voice and provides a transparency that gives the listener a picture of unequivocal presence. The clever design and extremely high dynamic range guarantees clarity and brilliance even when pushing the signal to its limits…….more text and technical details here

PICOLINO DI Boxes – active and passive (in english)

The PICOLINO series impresses with its small size and universal applications. It’s even possible to plug one straight into the XLR input of a stagebox. This saves space….. and a cable.

PICOLINO passive DI box features: For matching high impedance sources and transformer isolation. Recessed -20dB Pad switch. Input loop socket for continuation of signal. Input Connector: 6.3mm Socket unbalanced. Loop Out: Parallel to Input, 6.3mm Socket, unbalanced. Input Impedance 66K Ohm. Maximum Input Level: +6 dBu. Output Socket: XLR-M, 3-pin, balanced, transformer Isolated. Output Impedance: 600 Ohm. Ratio: 10 : 1.1 Frequency Range: 20 Hz- 20 KHz +/- 1dB. THD: 0.01% at 1KHz reference. Dimensions: H 31mm x L 106mm x W 26mm.

PICOLINO active DI box features: For matching high impedance sources such as guitars & bass. The active circuitry provides an input impedance of up to 1M Ohm. Recessed -20dB Pad switch. Input loop socket for continuation of signal. Input Connector: 6.3mm Socket unbalanced. Loop Out: Parallel to Input, 6.3mm Socket, unbalanced. Input Impedance 1M Ohm (20 dB Pad, 250K Ohm). Maximum Input Level: +10 dBv (20 dB Pad, +30 dBv). Output Socket: XLR-M, 3-pin,  balanced. Output Impedance: 600 Ohm. Maximum Output Level: +10 dBv. Frequency Range: 20 Hz- 20 KHz +/- 3dB. THD: 0.01% at 100 Hz to 20 KHz. Operating Voltage: 48Volt via Phantom Power. Dimensions: H 31mm x L 106mm x W  26mm.

get it here!

Toller PreAmp – Made in Germany

Der “Advocis M” klingt nicht nur ähnlich gut wie mein bisheriger Referenzpreamp (SSL Modul XR627), mit ihm lässt sich auch noch besser, genauer, transparenter Arbeiten. Dies ermöglicht ein zweiter XLR-Ausgang, der anscheinend nur für Monitoringzwecke hinzugefügt wurde. Soll heißen: XLR Out 1 geht ganz normal zum Digitalwandler; XLR Out 2 zum Kopfhörerverstärker (z. B. Millenium HA4, Kid Broadcast Kopfhörerset, Lake People G95, …). Mein Sprecher tut sich jetzt viel leichter (kann selbst die Abhörlautstärke steuern), und den Unterschied hört man sofort!

Für die einfache Ausführung “Advocis M” (es gibt noch ein Modell mit Feldeffekttransistor) habe ich mich entschieden, weil ich ausschließlich Sprache aufnehme und das hinzufügen von Obertönen bei der Aufnahme mir (der SSL hat ja auch so einen Färbungsknopf) als unsinnig erscheint – wenn, dann nach der Aufnahme. Musiker/Musikproduzenten denken da aber sicher anders.

Endlich hat wieder ein Preamp gepasst! In letzter Zeit habe ich so viele Geräte getestet, dass ich schon glaubte, Thomann entzieht mir das Rückgaberecht. Quelle: Peter542 am 08.02.2011 bei Musikhaus Thomann

Nutzersatement zu ADVOCIS ImSande

Nutzerstatement zu ADVOCIS ImSande (MicPre Standard)

“Einstecken. Einpegeln. Soundwählen zwischen Fet und T oder dazwischen. Singen. Du fühlst Dich von der Vorstufe befreit. Die merkt man gar nicht. Meine Stimmbänder entspannten sich von selbst. Volle Konzentration auf die Stimme, nicht mehr die Vorstufe. Unbeschreiblich unbeschwertes einsingen. Mir fehlen die Worte. Der Mic Pre Amp ist für mich das Geld völlig wert.” Quelle: Reinhold F. am 27.03.2011 bei Musikhaus Thomann

 

Tamikrest – „Toumatin“

Wo arabische und westliche Klänge kopulieren. Text: Ali Tschertow

Hier singen die Gitarren in herrlich einlullender mantragleicher Monotonie. Die reichen doch sehr stereotypen Melodien entspringen dem arabischen Folk und super relaxte reggaegleiche Passagen sorgen dafür, dass der Kreis sich schließt. So könnte man die Musik von Tamikrest beschreiben, den Wanderern zwischen den Kulturen, die dennoch Afrika die musikalische Treue halten.

Diese offene – experimentelle Art des Musikmachens ist es, die Tamikrest von so vielen westlichen und westlich geprägten afrikanischen Projekten unterscheidet. Nicht nur das sich die Acht hemmungslos spannender musikalischer Mittel bedienen, sie haben auch noch eine Botschaft. Und diese Botschaft ist kein lifestyliger Müll, in ihrer Botschaft geht es ums Überleben. Nicht um das Leben nach dem Tod, die Erlösung der Einzelnen. Ihnen geht es um das Überleben ihres Volkes denn sie sind Touareg und diese laufen Gefahr in den Grenzkonflikten der Saharastaaten zerrieben und vertrieben zu werden.

Tamikrest wollen die Jungen ihres Volkes aufrütteln, sich für ihre Tradition und deren Überleben stark zu machen. Dafür muss man natürlich seine tradition kennen und auch das versuchen Tamikrest mit ihren Songs.
Einfach ist das nicht, denn sie müssen dabei gegen eine medienunterstützte Flut billig produzierter HipHop- und Elektroprojekte ankämpfen. Gefährlich an den musikalischen Gegenspielern ist nicht deren Musik, sondern die Message. Hierbei von einer Botschaft zu reden ist eigentlich völlig irre, denn Liebe, gutes Aussehen, coole Bewegungen, Sex und Klamotten sind zwar auch toll aber sie sind doch keine Message. So gesehen ist die Musik von der Stange ein billiges Betäubungsmittel, welches von den existenziellen Problemen ganzer Völker ablenkt.

Aber noch kurz was zum aktuellen Album von Tamikrest. Auf Toumastin setzen Tamikrest ihren musikalischen Weg konsequent fort. Hypnotischer Gitarrensound mischt sich mit arabischem Singsang und Reggae-Grooves. Das ist Musik für den geistigen Kurzurlaub, die aber auch bei genauem Hinhören Spaß macht. Im Booklet, das sich wunderbar beim Hören durchblättern lässt sind die Texte und auch die Botschaft der acht Musiker zu finden.

Toumastin von Tamikrest erscheint am 21. April bei Glitterhouse.

Tamikrest bei MySpace
Tamikrest bei YouTube

Gavin Friday – “Catholic”

Lobhudelei ist nicht mein Ding, aber was soll ich tun! Text Martin von Rauchhaupt

Die große Preisfrage als Erstes: Wie lernt man jemanden am besten kennen? Genau, indem man ihn bisher noch gar nicht kannte. Und so erging es mir mit Gavin Friday.

Aber wie es im Leben manchmal so ist, es gibt Bekanntschaften die man einfach nicht mehr missen möchte, wenn man sie erstmal gemacht hat. Denn der Herr Friday hat mit “catholic” ein absolut großartiges Album hingelegt, ein Album das atmosphärisch dicht, handwerklich vom allerfeinsten und einfach nur wunderbar ist.

Man merkt, dass Herr Friday des öfteren Soundtracks macht und in diesem Falle ist es eben einer für das gute alte Kopfkino. Das ist auch gut so, denn ich mag Kopfkino.

Es sei auch angemerkt das er Wort hält. Tut er tatsächlich. Der Song „That Hurts” tut richtig weh, aber auf eine so schöne Art und Weise, die einen nicht wissen lässt ob man weinen, lachen oder sogar beides soll.

Jetzt wirft sich natürlich noch die Frage auf, wie sich das ganze eigentlich anhört, was mich in die missliche Lage bringt, irgendwelche Vergleiche anstellen zu müssen, was ich dem großen Meister eigentlich nicht antun wollte.

Aber wenn es unbedingt sein muss, bitte: Bei „Catholic“ handelt es sich um eine  wunderschöne Mischung aus U2, Enya und Enigma, ich bitte um Vergebung.

Fassen wir zusammen: Tolles Album dieses „Catholic“. ein hochinteressanter Künstler ist ganz zweifelsfrei der Herr Gavin Friday und es ist in jedem Falle gut investiertes Geld, wenn man sich entschliesst, “Catholic” im heimischen CD Regal eine neue Heimat zu geben.

KID Katalog zum Download

Now you can download the first english part of the KID Broadcast catalogue. all the other parts will released the next few weeks. DOWNLOAD ADVOCIS in english

Unseren Katalog gibt es nun endlich in perfekter PDF Qualität zum Download. Zwar nicht im Stück, denn das PDF ist einfach zu groß, aber nach Brands geordnet. So findet Ihr jetzt PDFs zu ADVOCIS, PICOLINO, ORANGEBAR, VOXCOM und BLUE_LINE unter http://www.kid-broadcast.de/data/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=27&Itemid=12&lang=de.

Wer allerdings unseren Katalog in den Händen halten möchte, der folge einfach diesem Link zum Bestellformular. http://www.kid-broadcast.de/data/index.php?option=com_jforms&view=form&id=3&Itemid=62&lang=de

MusikMesse Frankfurt 2011 – part 003

Dienstag Vormittag auf dem Land, genauer in der Mark Brandenburg, westlich von Berlin, in der Heimat von KID Broadcast. PICOLINO- und ADVOCIS-Stand haben im Auto übernachtet. Wir sind gut gelaunt, denn wir haben nicht im Auto übernachtet und es scheint ja auch die Sonne und macht einen auf Frühling. Gleich gehts los nach Frankfurt zur MusikMesse.

Vorher nur noch einen Kaffee und zwei drei Bananen und dann sind wir on the road :)

C.U. in Frankfurt