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Archiv für Oktober 2009

PICOLINO@SAE-ALUMNI CONVENTION

Am 15. und 16. Oktober sind PICOLINO und ADVOCIS auf der SAE-ALUMNI in Berlin. Ihr habt die Möglichkeit unsere Produkte aus der Nähe zu bewundern und alle möglichen Fragen zu diesen zu stellen. PICOLINO DI Boxen könnt ihr zu Messepreisen, also super günstig schießen.

Kommt einfach vorbei, auf das Gelände der SAE in Berlin-Wittenau, sucht den Stand 13 und belästigt uns aufs heftigste.

BUGGIRL – Blood, Sweat & Beers

buggurl_blood_sweat_and_beersBUGGIRL, schon mal gehört.

Genau, denn vor etwa einem Jahr veröffentlichten sie ihr Album „Rock´n´Roll Hell“. Das Besondere an diesem Album war, dass es in der Szene wahrgenommen wurde und es wurde nicht nur wahrgenommen, es fiel auch positiv auf.

Letzteres ist gar nicht so einfach, wenn man sich im Bereich des Rock´n´Roll bewegt und doch nur aus Gitarre+Gesang (Amber) und Schlagzeug (Clinton) besteht.

Nun gibt es also eine neue CD von den zwei Australiern. Wohl um nicht aus dem Gedächtnis derer zu verschwinden, in deren Hirne sie schon einen Weg gefunden haben, schieben sie – quasi als Pausenzeichen – diese EP nach.

Für sehr viele australische Bands ist es grausam, stets mit AC/DC und Co. Verglichen zu werden, doch für BIGGIRL ist es ein Qualitätssiegel. Denn BUGGIRL bestehen solche Vergleiche, wohl auch weil sie so schön schnodderig klingen.

Ambers Gesang und ihr Gitarrenspiel sind von handwerklich bester Qualität und das super trockene Schlagzeug von Clinno rundet alles ab.

Die Songs auf “Blood, Sweat & Beers” sind sich irgendwie sehr ähnlich, was der CD ein wenig die Spannung nimmt. Doch es ist wohl so, dass die Zwei weniger die Studioarbeiter als echte Rampensäue sind, was einen dazu bewegt Nachsicht zu üben und auf ein nächstes Konzert zu hoffen.

So ist “Blood, Sweat & Beers” zwar kein großer Wurf, aber dafür eine Verbeugung vor den Fans, denen auf diese Weise die Zeit bis zum nächsten Album verkürzt wird. Wer BUGGIRL mag wird wohl auch diese EP mögen und sich mit “Blood, Sweat & Beers” im Ohr auf das nächste Album freuen.

„Message Soul“

message_soul_trikont_fbl_onlinePolitics & Soul in Black America 1998 – 2008

Ein schwarzer Präsident ist nicht gleichbedeutend mit der schlagartigen Lösung aller Probleme der Farbigen in den USA, doch es ist ein guter Anfang.

Seit Barack Obama ins Weiße Haus eingezogen ist könnte man sich fragen, was es denn noch zu kämpfen gibt, ist doch nun ein Farbiger der Präsident der Vereinigten Staaten. Aber ein Schwarzer an der Spitze bedeutet noch lange nicht das Ende des Rassismus. Auch wenn das Ende der Rassendiskriminierung zweifellos begonnen hat, ist der Weg noch weit und steinig.

George Clintons skurrile Forderung “Paint the White House black”, die er in den frühen Neunzigern, verpackt in groovigen Funk stellte, ist zum teil Wirklichkeit geworden, aber noch lange kein Grund vom „Black House“ zu singen.

Der Münchner Trikont-Verlag hat nun mit „Message Soul“ eine Kompilation politischen Souls der letzten elf Jahre herausgebracht. Sie spiegelt den bemerkenswerten Kampfgeist der Black People wieder, gesungen von der Creme des Soul.

Soul und Sozialkritik gingen schon immer Hand in Hand. Der Soul, im Gegensatz zum Gospel, kümmert sich um weltliche Probleme, wie die Überwindung von Armut, Rassismus und Diskriminierung. Künstler wie Aretha Franklyn und Marvin Gaye machten den Soul salonfähig und sorgten für seine weltweite Verbreitung.

Auf „Message Soul“  gelang es Jonathan Fischer, einen wirklich repräsentativen Querschnitt des Soul der letzten elf Jahre auf eine CD zu packen. So stehen Rachelle Farrell, Jill Scott, Anthony Hamilton, Erykah Badu und viele andere für die sanfte Art des Kampfes, weit weg vom aggressiven Gangster Rap diverser Cop Killer.

Fazit: Widerstand darf auch gerne entspannt zelebriert werden. Soul ist entspannt und intelligent, sozusagen die perfekte Verknüpfung von notwendigem Kampf und unglaublicher Lebensfreude. Wer Sozl mag, der mag auch diese CD.

“Message Soul – Politics & Soul in Black America 1998 – 2008″ ist erschienen bei Trikont/Indigo.